Odyssey Studie positiv

Odyssey …

…with an average LDL reduction estimated of Kardiolab to be 1.13 mmol/l or 50%. In Fourier, LDL reduction was 59%.

…was stopped after a median time of 2.8 years in 19’000 participants. Fourier was stopped after 2.2 years in 27’564 participants.

…patients were 4 years younger than Fourier patients.

…had a 10 year CTT endpoint of about 40%, Fourier 50%.

…had a 10 year absoute risk reduction of 5.7% (NNT 18), Fourier 8.6% (NNT 12)

…had a relative risk reduction of 13%, Fourier 17%

 

Karotis Plaques in der Kardiologie

Die Studie

Gemäss einem Bericht im JACC Cardiovascular Imaging hat bei V.a. koronare Herzkrankheit die Plaquemenge in den Karotiden einen unabhängigen prognostischen Wert. Verglichen wurde die Vortest-Wahrscheinlichkeit, das Resultat der Belastungs-Echokardiographie und die Anzahl Plaques in den Karotiden.

Literaturhinweis

Mein Kommentar:

Dies bedeutet für die tägliche klinisch-kardiologische Praxis, dass die Integration der Karotisplaques in das Management der Patientinnen und Patienten bald ein allgemeiner Standard werden muss. Allerdings, an den Universitäten wird den auszubildenden Kardiologinnen und Kardiologen die Ausbildung für die Erfassung der Bedeutung der Karotisplaque vorenthalten bleiben. Es ist nämlich aufgrund der Arbeitsteilung so, dass die Karotis den Angiologinnen und Angiologen gehört. Ebenso ist die Ausbildung in der Erfassung von echten Ischämien während der ergometrischen Belastung anhand der physikalischen Belastungs-Echokardiographie mangelhaft. Man setzt weiterhin auf die Ergometrie und überlässt die weitere Diagnostik der Koronarbildung (funktionell und anatomisch) den Radiologen.

 

Plaque Regression unter Statinen

Predictors of carotid plaque progression over a 4-year follow-up in the Reykjavik REFINE-study

Background and aims:

Carotid plaque is an arterial marker suggested as a surrogate end point for cardiovascular
disease. The aim of this study was to examine the association of risk factors at visit 1 with
plaque formation and progression of total plaque area (TPA) during follow-up.

Methods:

We examined 1894 participants (50e69 years of age) in the population-based REFINE (Risk
Evaluation For INfarct Estimates)-Reykjavik study.

Results:

Among those with no plaque at baseline, plaque formation was associated with low density
lipoprotein, sex, waist, former smoker and physical activity. Furthermore, both the Icelandic Heart Association
(IHA) coronary heart disease (CHD) risk score and the atherosclerotic cardiovascular disease
(ASCVD) risk score were highly associated with plaque formation in these individuals (p < 0.001) and a
better cardiovascular health score was protective. In those with plaque present at baseline, metabolic
syndrome was associated with increased risk, while older age and statin use were associated with
reduced risk of new plaque formation. Statin use was the only factor associated with the relative TPA
progression, where participants not on treatment had 5.7% (p¼0.029) greater rate of progression
compared with statin users.

Conclusions:

A number of conventional risk factors at visit 1 were individually associated with plaque
formation, also when combined into CHD and ASCVD risk scores, but not with the relative progression in
TPA. Medical intervention with statins can reduce the relative progression rate of TPA in the general
population with low

Link online Pubmed

Link zur Originalarbeit

Wie Prävention funktioniert

Die Kosten im Gesundheitswesen sollen durch mehr Prävention gesenkt werden. Gesundheitsförderung ermahnt zu gesundem Leben ohne Rauchen, Übergewicht und Fehlernährung. Doch genügt das?

Was sind denn eigentlich die Ziele der Prävention? Schützt gesundes Leben vor Krankheit, und wie lange? Welches ist der Zusammenhang zwischen Risiko und Jahre in Gesundheit?

Fragen wir die universitäre Medizin, erhalten wir keine klaren Antworten. Die Tendenz geht jedoch weg von der Medikalisierung in der Prävention, auch wegen der Kosten. Genügt das?

Hier die Antworten:

  • Es genügt nicht
    • Einzelne Risikofaktoren erhöhen das Moribiditätsrisiko
    • Kardiovaskuläre Risikofaktoren erhöhen die Gesamtmorbidität
  • Kurze Abschätzung des Krankheitsrisikos
    • AGLA Risiko mit 2.3 multiplizieren, ergibt das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (CVR)
    • Bei Frau CVR mit 3 multiplizieren, ergibt allgemeines Krankheitsrisiko für die nächsten 10 Jahre (Literatur: www.docfind.ch/com.pdf). Bei Männer CVR mit 2.6 multiplizieren.
    • Der Gesamtfaktor für Männer beträgt somit 2.3 mal 2.6 = 6, für Frauen 2.3 mal 3 = 6.9 oder aufgerundet 7.
    • Beispiel: Frau mit 4% AGLA Risiko in 10 Jahren hat ein 4 mal 7 = 28% Erkrankungsrisiko in 10 Jahren.
  • Die Prävention soll dazu führen, dass jemand zu 90% die nächsten Jahrzehnte gesund bleibt.
    • Die Formel zur Berechnung der gesunden Jahre mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% lautet: (10 geteilt durch Risiko) mal 10.
    • Beispiel: das Risiko beträgt 20%, somit 10 geteilt durch 20 gibt 0.5 mal 10 ergibt 5. Diese Person hat also 5 Jahre, um zu 90% gesund zu bleiben. Wenn diese Person 50 Jahre alt ist, dauert es nur bis 55 Jahre, dass dann eine von neun krank wird.
    • Senken wir dieses Risiko von 20% auf 10%, gewinnt diese Person somit 5 Jahre in Gesundheit. Hier bleiben also 9 von 10 Personen gesund bis 60.
  • Die Graphik am Schluss zeigt, wie die hohe Wahrscheinlichkeit, zu 90% gesund zu bleiben, ab einem Risiko unter 5% exponentiell ansteigt.
  • Erst, wenn wir minimale Risiken anstreben, also alle, ja, alle Risikofaktoren so gut wie möglich behandeln, erreichen wir eine Kompression der Krankheit auf das Lebensende hin. Das spart enorme Kosten, Leid und Krankheit.
  • Zu den allgemein krank machenden Risikofaktoren gehören Rauchen, Diabetes, Übergewicht, Cholesterin und Blutdruck.
    • Hier müssen wir ansetzen mit folgenden Zielwerten
    • Blutdruck 120 mm Hg, LDL 1.8 mmol/l, BMI 20-25, keine Zigaretten.
  • Wenn wir es nicht schaffen, das Risiko möglichst tief zu halten, wird unsere älter werdende Bevölkerung vermeidbare Krankheiten erleiden und damit auch zu den Kosten im Gesundheitswesen beitragen.
  • Halbe Prävention funktioniert nicht.
  • Kardiolab Online setzt sich dafür ein, dass die Preise für die Versorgung in der Prävention akzeptabel bleiben.
  • weiterführende Informationen auf deutsch und auf englisch.